Die mittelalterliche Hafenstadt al-Baliid

Relikte einer großen mittelalterlichen Siedlung, die sich einst bis in die heutigen Plantagen hinein erstreckte, sind noch auf der al-Baliid (hocharabisch al-Balad, "die Stadt") genannten Landzunge an der Lagune im Osten des Strands von Salalah erhalten.

Durch ein Tor an der Straße entlang der Küste von Salalah betritt man das Gelände, auf dem in den letzten Jahren ein großer Archäologiepark entstand. Das angegliederte Museum "Museum of the Frankincense Land" gibt einen anschaulichen und ansprechenden Überblick über die bedeutende Seefahrtsgeschichte des Landes.

In mehreren Grabungsphasen wurden die Überreste der historischen Hafenstadt innerhalb der letzten Jahre von amerikanischen, italienischen, deutschen und omanischen Archäologen freigelegt.

Im Westen des Trümmerfeldes erkennt man deutlich die Überreste der großen Hofmoschee: von den ursprünglich 148 Säulen, die in vierfachen Reihen einen Innenhof in der Mitte der Anlage umstanden, waren nur wenige Säulenstümpfe erhalten. Die fehlenden Säulen wurden inzwischen durch neue, halbhohe Steinsäulen ersetzt. Einen befestigten Hafen hat es nicht gegeben, die Waren wurden in flachem Wasser mit kleinen Booten be- und entladen.

Die Anlage von al-Baliid ist UNESCO Weltkulturerbe.